Drucker für kleine Büros – Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?

Voller Einsatz im Büro - die richtige Technik an Laptop, Drucker & Materialien ist wichtig! Bild: @photographybymelissamarie via Twenty20

Ein Drucker bildet trotz des digitalen Zeitalters mit papierlosem E-Mail-Verkehr das Herzstück jeder Büroeinrichtung. Für Verträge, Geschäftsbriefe, Belege und Dokumente ist ein leistungsstarker Drucker essenziell.

Da das tägliche Druckvolumen in jedem Büro unterschiedlich hoch ausfällt, stellt sich die Frage, ob ein Tintenstrahldrucker oder ein Laserdrucker die richtige Wahl ist. Der folgende Artikel gibt Aufschluss über die Unterschiede, Einsatzbereiche sowie Vor- und Nachteile dieser Drucktechniken.

Die Unterschiede zwischen Tintenstrahldruckern und Laserdruckern

Laserdrucker arbeiten mit Tonerkartuschen und liefern ein gestochen scharfes Druckergebnis. Im Gegensatz zu Druckerpatronen, in denen flüssige Tinte ist, beinhalten Toner ein aus feinen Nanopartikeln bestehendes Pulver. Mithilfe einer Presswalze unter Einwirkung von Hitze verschmelzen sich die Tonerpartikel mit dem zu bedruckenden Papier. Ein Tintenstrahldrucker arbeitet mit Tintenpatronen, die sich in einem Druckkopf befinden.

Dieser ist an einer Metallschiene befestigt und bewegt sich während des Druckvorganges horizontal über das Papier. Das System erhitzt die Tinte innerhalb der Patronenkammer und überträgt einzelne Tropfen. Je präziser die Anordnung dieser Tropfen stattfindet, desto schärfer ist das Druckerzeugnis. Bei beiden Druckvarianten ist ein regelmäßiger Austausch der Patronen oder des Toners erforderlich.

Vor- und Nachteile von Tintenstrahldruckern

Für kleine Büros mit moderatem Druckaufkommen sind Tintenstrahldrucker gut geeignet. Die Geräte sind günstig in der Anschaffung und überzeugen mit einem brillanten Druckergebnis. Hochauflösende Modelle erzeugen bei Bildern kräftige Farbdarstellungen und sind in der Lage, kleine Textpassagen scharf zu drucken.

  • Ein weiterer Vorteil von Tintenstrahldruckern ist die kompakte Bauweise. Die Drucker benötigen wenig Platz und zeichnen sich durch einen stromsparenden Betrieb aus.
  • Die niedrige Geschwindigkeit ist bei Tintenstrahldrucker ein großer Nachteil. Bei teuren Druckern hebt sich die Druckgeschwindigkeit im Gegensatz zu Niedrig- oder Mittelpreisgeräten deutlich ab.

Ein Laserdrucker hat in dieser Hinsicht die Nase vorn. Zusätzlich erfordern hochwertige Bildausdrucke preisintensives Spezialpapier, was bei Laserdruckern nicht notwendig ist. Die Patronen sind im Vergleich zu Tonerkartuschen günstiger, allerdings entleeren sich die Behälter bei hohem Druckaufkommen schnell. Neigt sich der Füllstand der Patrone dem Ende entgegen, lässt die Druckqualität nach und die Farben verblassen.

Hinzukommt, dass bei Tintenstrahldruckern eine regelmäßige Reinigung des Druckknopfes erforderlich ist, um Vertrocknungen oder Verklebungen zu vermeiden. Dieser Vorgang verbraucht große Mengen an Tinte und erzeugt hohe Folgekosten.

Vor- und Nachteile von Laserdruckern

Die Druckgeschwindigkeit in Verbindung mit gleichbleibender Qualität ist bei Laserdruckern ein großer Vorteil. Anstatt eines Druckkopfes dient eine Bildtrommel in der Breite eines DIN-A4-Blattes als Übertragungsmedium. Entsprechend der Druckdatei erzeugt der Laser punktgenaue elektrische Ladungen auf der Bildtrommel, an denen die Tonerpartikel haften bleiben.

  • Auf diese Weise ist ein Laserdrucker in der Lage, bis zu 25 Seiten pro Minute ohne Qualitätsverluste zu drucken. Je nach Modell dauert der Druck einer DIN A4 Seite zwischen zwei bis drei Sekunden.
  • Da der Druck ohne flüssige Tinte erfolgt, ist ein Verwischen oder Verblassen durch Lichteinflüsse nicht möglich. Darüber hinaus sind viele Laserdrucker mit einer Duplexeinheit ausgestattet, die beidseitiges Drucken ermöglicht.

Nachteilig sind bei einem Laserdrucker die hohen Anschaffungskosten und die preisintensiven Tonerkartuschen. Jedoch sind Toner langlebiger, wodurch es länger dauert, bis sie nachgekauft werden müssen. Aufgrund der kleinen Nanopartikel stoßen Laserdrucker Feinstaub aus, wodurch sie nicht für jeden Aufstellort geeignet sind. Darüber hinaus ist ein Laserdrucker primär für Dokumente oder Schriftstücke als zum Drucken von Fotos geeignet.

In Büros, in denen der Ausdruck von hochqualitativen Bildern mit detaillierten Kontrastabstufungen im Vordergrund steht, ist ein Tintenstrahldrucker die bessere Wahl. Andernfalls ist eine hohe Investition für einen Laserdrucker der gehobenen Preisklasse erforderlich.

Wichtige Kriterien bei der Wahl der Drucktechnik

Ob ein Tintenstrahl- oder Laserdrucker im Büro zum Einsatz kommt, hängt von dem täglichen Druckvolumen sowie der Anzahl der Nutzer ab. Vor dem Kauf eines Bürodruckers gilt es den Einsatzbereich klar zu definieren. Kommt das Gerät zum Drucken, Kopieren und Scannen zum Einsatz, ist ein Laserdrucker die richtige Wahl. In Büros mit hohem Druckaufkommen von mehreren Hundert Seiten pro Tag sind Tintenstrahldrucker ungeeignet.

  • Zum Drucken einzelner Geschäftsbriefe sowie Bild- oder Textseiten ist ein mittelpreisiger Tintenstrahldrucker ausreichend. Jedoch sind Tintenstrahldrucker oftmals auf das DIN-A4-Format beschränkt.
  • DIN A3 oder A2 Ausdrucke für Firmenpräsentationen oder Marketingprojekte lassen sich mit einem Laserdrucker hervorragend bewältigen. Für beidseitiges Drucken sollten Anwender ihr Augenmerk auf duplex fähige Geräte legen, dies beschleunigt den Druckvorgang und spart langfristig Papierkosten.

Platzmangel ist in kleinen Büros ein häufiges Problem. Hier sind Tintenstrahldrucker durch ihre kompakte Bauweise von Vorteil. Laserdrucker benötigen viel Platz und sind aufgrund der Feinstaubbelastung nicht für jeden Aufstellort geeignet. Wenn der Drucker von mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig genutzt wird, ist ein Modell mit WLAN-Funktion sinnvoll, um unnötige Laufwege im Büro zu vermeiden. Vor dem Kauf sollte eine Kalkulation der Druckkosten erfolgen. Der Kaufpreis und die anfallenden Stromkosten spielen dabei eine wichtige Rolle. Hinzukommen wiederkehrende Folgekosten für Verbrauchsmaterialien wie Papier, Tintenpatronen oder Tonerkartuschen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Bürodruckern

Wie kann ich Druckkosten sparen?

Bereits bei der Produktsuche ist ein Preisvergleich von Toner und Tintenpatronen ratsam. In diesem Bereich gibt es bei den Herstellern große Preisunterschiede. Tintenpatronen mit geringer Füllmenge treiben die Folgekosten aufgrund von häufigem Austauschen in die Höhe. Viele Drucker sind mit einem Entwurfs- oder Sparmodus ausgestattet, der es erlaubt, mit wenig Tinte oder Tonermaterial zu drucken. In Bezug auf die Papierkosten ist günstiges Normalpapier ausreichend, sofern keine hochwertigen Fotoausdrucke durchgeführt werden.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Bürodruckers achten?

  • Stromverbauch
  • Duplexfunktion
  • Geschwindigkeit
  • Netzwerkfähigkeit
  • Großes Papierfach
  • Hohe Druckauflösung
  • Verfügbare Druckformate
  • Kapazität des Arbeitsspeichers
  • Preise für Verbrauchsmaterialien und Ersatzteile

Ist mobiles Drucken per Smartphone oder Tablet möglich?

Neben der Direktverbindung zum PC sind viele Geräte mit einer Bluetooth-Einheit ausgestattet. Oftmals ist der Drucker mit einer Smartphone-App verknüpft, worüber Druckaufträge gestartet werden können. Viele Hersteller bieten die Option, über mobile Schnittstellen wie AirPrint für iOS oder Mopria für Android zu drucken.

Fazit

Laser- und Tintenstrahldrucker sind gleichermaßen für den Einsatz in kleinen Büros geeignet. Der Anschaffungspreis sollte bei der Wahl des passenden Druckers nicht das Maß der Entscheidung sein.

Die Arbeit im Büro, die Anzahl der Mitarbeiter und viele andere Faktoren bestimmen, welche Drucktechnik die richtige ist. Für gelegentliche Druckaufträge genügt der Kauf eines hochwertigen Tintenstrahldruckers. Zur Bewältigung von hohem Druckvolumen ist ein leistungsstarker Laserdrucker oftmals die beste Lösung, sofern genügend Standfläche für das Gerät vorhanden ist.

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